Ich hab es ja schon häufiger gesagt, und es zeigt sich immer wieder: Hirst langweilt entsetzlich. Sein Ruhm scheint ihm irgendwie zu Kopf gestiegen zu sein, künstlerisch war er für mich immer schon einer der schlechtesten der Young British Artists. Jetzt zeigt die Londoner Galerie White Cube seine neuesten Werke und wieder einmal bestätigt sich, dass Hirst einfallslos agiert und nur noch versucht, zu provozieren. Das schafft er auch, nicht aber wegen des Wessens seiner Werke, sondern wegen der Langeweile, die er verursacht.

Sein neusten Coup: er hat den Platinabguss eines 200 Jahre alten Schädels mit 8601 lupenreinen Diamanten besetzt und ihm zur Krönung einen birnenförmigen 52-Karat-Diamten auf die Stirn gesetzt. Materialwert des Schädels: rund 15 Millionen Euro, Wert des Kunstwerks: 75 Millionen Euro. Es wäre damit das teuerste Kunstwerk eines zeitgenössischen Künstlers.

Diamond Skull, Hirst, 2007

Diamond Skull, Damien Hirst, 2007
Foto: © Damien Hirst/ White Cube Gallery

Den Schädel will Hirst in einem kleinen Laden in London erworben haben. Er soll einem 35-jährigen Briten gehört haben, der im 18. Jahrhundert gelebt haben soll. Fragt sich nur, wo man einkaufen muss, um einen echten Totenschädel zu erwerben. Hirst hofft, dass der Schädel irgendwann einmal neben anderen kulturhistorischen Schätzen im British Museum ausgestellt wird. Wenn er sich da mal nicht täuscht.