Es fast vollendet. In wenigen Monaten wird Alt-Bundeskanzler Schröder sich in die Ahnengalerie des Bundeskanzleramts einreihen. Der guten alten Tradition folgend, wird auch von Schröder bald ein Porträt im Bundeskanzleramt hängen. Maler Jörg Immendorf steht kurz vor der Vollendung und die Presse durfte schon mal eine Blick auf den Kanzler werfen, so wie ihn Immendorf sieht.

Der Kanzler blickt mit ernster Mine in die Ferne, ganz in Gold gehalten, im Hintergrund rote Affen. Immendorf sagt, dies seien seine Künstlerkollegen, für die sich Schröder stets eingesetzt habe. Der geneigte Betrachter denkt allerdings eher an den Affenstall SPD, der Schröder gerne mal in den Rücken fiel. Aber gut, der Maler wird’s schon wissen. Im Vordergrund links zerfliesst der Bundesadler und rechts ein Selbstportät des Malers, der in der Mitte zerbrochen ist.

Das Bild selbst ist allerdings eher enttäuschend, allerdings darf man von solch einem Porträt nicht zu viel erwarten. Im Allgemeinen vom zu Porträtierenden selbst bei seinem Lieblingsmaler (der in diesem Fall auch noch ein Freund ist) in Auftrag gegeben, wird da schon mal gern im Stil alter Meister geschönt und überhöht. Allerdings hat das noch keiner zuvor so offensichtlich getan. Die Kunst wird es verschmerzen, nur Frau Merkel muss nun jeden Tag an dem Bild vorbeigehen – die Arme.

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