Ich nutze zwar Twitter und Facebook recht gerne, sehe aber immer wieder, dass beide Medien an Grenzen stoßen, weil diese Informationshäppchen zwar ideal in unsere Zeit passen, aber wenig Erhellendes bieten. Zugegeben: bei kluger Kommunikation können Twitter und Facebook durchaus Nachrichtenkanal sein und Besucher und Interessierte an das Haus binden, aber wirklich Lohnendes ist selten dabei.

Bei Blogs ist es etwas anderes, die wenigen guten Museenblogs bieten tatsächlich oftmals großen Nutzen und Zusatzwert. Sie erlauben Blicke hinter die Kulissen und ergänzen sinnvoll Ausstellungsgeschehen und museale Arbeit. Schon lange gibt es den Inside/Out-Blog des MoMA, der bis heute auch einer der besten Museums-Blogs ist. Und in Deutschland?

Das Städel Museum macht das mit blog.staedelmuseum.de jetzt auch schon seit einiger Zeit und – wie ich finde – durchaus bemerkenswert. Die Posts zur aktuellen Dürer-Ausstellung sind sehr spannend zu lesen und bieten wirklich viel Lesenswertes. Seit kurzem schreibt auch die Kunsthalle Bremen einen Blog, der Ähnliches verspricht: www.kunsthalle-bremen.de/blog.

Ansonsten sind gerade in Deutschland Kunstmuseen in der Blogosphäre immer noch selten, ganz anders als technische und kulturhistorische Museen. Aber alle sind bei Facebook und Twitter. Warum das so ist? Die Häppchen kann jeder PR-Volontär schreiben, für Blogbeiträge braucht man Fachleute, die Ahnung von der Materie haben…

Kennt jemand noch gute Blogs deutscher Kunstmuseen? Dann her damit!