Vincent van Gogh, Berge bei Saint-Remy,  Juli 1889

Vincent van Gogh, Berge bei Saint-Rémy, Juli 1889
Öl auf Leinwand, 71,8 x 90,8 cm, Solomon R. Guggenheim Museum, New York
Thannhauser Collection, Geschenk, Justin K. Thannhauser, 1978
© Guggenheim New York,

Endlich startet die Schau des Jahres. Seit Wochen tänzelt das deutsche Feuilleton unruhig durch den Blätterwald und erwartet die Guggenheim-Ausstellung in der Bonner Bundeskunsthalle. Ab heute werden in dem Ausstellungshaus sowie im benachbarten Kunstmuseum Bonn 200 Werke aus der Sammlung des Guggenheim-Museums in New York sowie seiner europäischen Dependancen zu sehen sein. Der Sakralbau der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts hat einiges zusammengetragen und nach Bonn geschickt: Vom Impressionismus bis zur zeitgenössischen Kunstszene sind viele Größen der Kunst der letzten 120 Jahre versammelt.

Allerdings darf man schon jetzt die Hoffnung fahren lassen, dass es in der Ausstellung einen kunsthistorischen roten Faden gibt, man also mit einem Aha-Effekt aus der Ausstellung herauskommt. Es geht hier hauptsächlich um die Selbstdarstellung des Guggenheim und die Präsentation der bedeutenden Sammlung. So wird es, ähnlich wie vor zwei Jahren bei der Berliner MoMA-Ausstellung, zu einer zusammenhanglosen Aneinanderreihung von Meisterwerken kommen, dabei werden allerdings die wichtigsten wieder fehlen, weil man den fragilen Bildern eine Reise über den Atlantik nicht zumuten will oder sie grundsätzlich nicht verleiht. Trotzdem sollte man sich die Ausstellung nicht entgehen lassen, denn die meisten Bilder kann man sonst nur in New York sehen und es bleibt ein Seherlebnis, vor den Ikonen der Moderne zu stehen. Ein ausführlicher Bericht folgt.

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