Wie oft haben wir schon gehört, dass die Malerei tot ist. Mal war es die gegenständliche Malerei, dann die Malerei überhaupt. Doch die neuen Medien konnten die Malerei nur ins Dunkel drängen, gestorben ist sie nicht. Eigentlich gab es das ganze 20. Jahrhundert hindurch immer zwei Stränge in der Malerei. Zwar war die Abstraktion die gefeierte, aber die figurative Malerei war immer da. Inzwischen ist sie auch wieder ins Licht zurückgetreten, figurative Malerei ist in. Der Kunstmarkt zahlt Höchstpreise, man denke nur an die „Neue Leipziger Schule“.

Die Hypo-Kunsthalle in München zeigt bis Mitte August die Ausstellung „Zurück zur Figur. Malerei der Gegenwart“. Gleichzeitig nehmen sich auch mehrere Galerien der Stadt des Themas an. Eine schöne Idee, wird doch so ein breites Spektrum zeitgenössischer Malerei präsentiert und ermöglicht einen guten Überblick.

Durch ihre Zusammenstellung machen die Bilder deutlich, welche Genres und Traditionslinien für die aktuelle Malerei wichtig sind. Ein besonderer Reiz liegt im Dialog der verschiedenen Generationen, denn „Altmeister“ wie Lucian Freud, Eric Fischl, Mel Ramos, Alex Katz oder Maria Lassnig sind ebenso zu sehen wie Jungstars der Szene, Neo Rauch, Jenny Saville, John Currin oder Glenn Brown, um einige wenige zu nennen. Aber auch weitgehend unbekannte Künstler können und sollen in dieser Ausstellung entdeckt werden. Klasse!

Mehr: www.hypo-kunsthalle.de