Niki de Saint Phalles Arbeiten sind unglaublich beliebt, ihr Name gehört Tag für Tag zu den meist gesuchten Tags auf diesem Blog. Bekannt wurde die Künstlerin ab den frühen sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit ihren Nanas, großformatigen Frauenskulpturen mit üppigen Formen in quietschbunten Farben. Ihr Leben eignete sich perfekt für eine aufregende Künstlerbiografie: In Frankreich geboren, in den USA aufgewachasen, mit elf vom Vater vergewaltigt, in einer leidenschaftlichen Künstlerehe mit Jean Tinguely.

Die Kunsthalle Würth bietet nun in einen Retrospektive einen Überblick über Leben und Werk der Künstlerin. Dank der hervorragenden Verbindungen von Guido Magnaguagno, dem ehemaligen Direktor des Museum Tinguely in Basel, konnte sich die Kunsthalle Würth nicht nur auf seine Sammlung stützen, sondern auch auf Leihgaben der Niki Charitable Art Foundation in Kalifornien und Paris, des Sprengel Museums Hannover und des Musée d’art moderne et d’art contemporain in Nizza, welche von Niki de Saint Phalle in reichem Maß beschenkt worden sind. Darüber hinaus sind Werke zahlreicher privater und öffentlicher Leihgeber einbezogen. Die von Magnaguagno kuratierte Schau glänzt mit mit über 150 Werken. Sie wird zudem durch exemplarische Werke ihres langjährigen Begleiters Jean Tinguely ergänzt wie auch durch Bilder ihres ersten Lehrers, des weithin unbekannt gebliebenen Hugh Weiss. Die Präsentation intergriert aber auch das häufig separierte Filmschaffen der Künstlerin und biografisches Material.

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